Private Altersvorsorge Beamte Test & Vergleich

Ist eine Private Altersvorsorge für Beamte sinnvoll und welche ist die beste Altersvorsorge im Vergleich? Hier die Ergebnisse aus dem Altersvorsorge Test für Beamte mit Empfehlungen von der Stiftung Warentest.

Rentenversicherung Beamte

Welche Private Altersvorsorge für Beamte ist sinnvoll?

Beamte gelten gemeinhin als gut abgesichert, wenn es um die Rente geht. Durch ihren Pensionsanspruch haben sie in der Regel tatsächlich eine bessere Ausgangslage als etwa Angestellte Arbeitnehmer oder gar Selbständige.

Doch auch sie haben aufgrund geänderter gesetzlicher Rahmenbedingungen mittlerweile eine Rentenlücke, die mit verschiedenen Angeboten geschlossen werden kann. Die staatliche Förderung gilt auch für die private Rente bei Beamten.

Im folgenden die Bewertungen und Testergebnisse aus dem Rentenversicherung Vergleich 2017 für Beamte.

Vergleich Private Altersvorsorge Beamte 2017

Für die Versorgungslücke im Pensionsanspruch müssen Beamte mit einer privaten Rentenversicherung vorsorgen. Der Private Altersvorsorge Vergleich für Beamte zeigt die besten Rentenversicherungen 2017 mit dem günstigsten Rendite-Kosten-Verhältnis.

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Private Rentenversicherung für Beamte im Vergleich

Beamte können auf eine Vielzahl an Vorsorgemöglichkeiten zurückgreifen. Neben der klassischen Rentenversicherung und Lebensversicherung sind auch die staatlich geförderte Riester-Rente sowie die Rürup-Rente möglich.

Jeder dieser Verträge bietet allerdings sowohl Vorteile wie auch Nachteile. Deshalb ist es sinnvoll, die einzelnen Formen der Altersvorsorge gegenüber zu stellen und zu vergleichen.

Riester-Rente für Beamte mit Kinder sinnvoll

Da auch die Pensionsansprüche von Beamten in der Vergangenheit nach unten angepasst worden sind, sind Beamte ebenso wie Arbeitnehmer riesterfähig. Schließen sie eine Riester-Rentenversicherung ab, haben sie damit Anspruch auf folgende staatliche Förderbeträge und Zulagen für Kinder:

  • 154 Euro Grundförderung
  • 185 Euro Kinderförderung für vor 2008 geborene Kinder
  • 300 Euro Kinderförderung für ab 2008 geborene Kinder

  • Durch die genannten Zulagen-Förderung ist die Riester-Rente für Beamte vor allem dann sinnvoll, wenn mehrere Kinder vorhanden sind, durch die entsprechende Förderbeträge erzielt werden können.
  • Zusätzlich ist es möglich, Einzahlungen bis zu 2.100 Euro in der Steuererklärung als Vorsorgeausgaben steuerlich geltend zu machen, um eine Steuerrückerstattung zu erreichen.

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Wie die Gelder bei der Riester-Rente angelegt werden, kann jeder Sparer selbst entscheiden. Neben verzinslichen, aber renditeschwachen Banksparplänen stehen auch Fondssparpläne und Rentenversicherungen zur Verfügung. So kann jeder Anleger nach eigenem Anlageverhalten entscheiden und passende Riester-Verträge finden.

Beste Private Altersvorsorge für Beamte im Test 2017

Der Private Altersvorsorge Test für Beamte zeigt die klassische Riester-Rente ( ausführlicher Riester-Rente Test ) und die fondsgebundene Riester-Rente im Vergleich.

Das Institut für Vorsorge- und Finanzplanung (IVFP) hat im April 2016 mehr als 40 Anbieter für Riester-Rentenversicherungen überprüft und dabei sowohl das Unternehmen selbst wie auch die Rendite, die Flexibilität und die Transparenz der Verträge bewertet. Die Testsieger wurden in den Kategorien klassische und fondsgebundene Rente ermittelt.

Die besten Angebote für die klassische Riester-Rente:

  1. Allianz mit Tarif „RiesterRente Klassik“ Gesamtnote 1,3
  2. Alte Leipziger mit Tarif „FiskAG“ Gesamtnote 1,4
  3. R+V Versicherung mit Tarif „R+V RiesterRente“ Gesamtnote 1,4

Die besten Angebote für die fondsgebundene Riester-Rente:

  1. Allianz mit Tarif „RiesterRente InvestFlex“ Gesamtnote 1,3
  2. Alte Leipziger mit Tarif „ALfonds Riester“ Gesamtnote 1,3
  3. Stuttgarter Versicherung mit Tarif „RiesterRente performance safe“ Gesamtnote 1,4

Beamtenversorgung Ruhestand: Pensionsanspruch Beamte

Beamte, die in den Ruhestand wechseln, haben gegenüber ihrem Dienstherren einen Pensionsanspruch, dessen Höhe sich sowohl aus dem letzten Gehalt wie auch der Dienstzeit ergibt.

  • Der Maximalanspruch ist nach 40 Jahren erreicht und kann bis zu 75 Prozent des letzten Bruttogehalts betragen. Durchschnittlich erhalten Beamte nach einer aktuellen Erhebung 71,75 Prozent ihres letzten Bruttogehaltes als Rente ausgezahlt.

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Berücksichtigt wird dabei das letzte Bruttoeinkommen, dass aufgrund steigender Besoldungsgruppen im Alter oft am höchsten ist. Damit spielt auch das Einkommen während des Arbeitslebens keine Rolle mehr. Vor allem Beamte, die zwischenzeitlich nur in Teilzeit beschäftigt waren, müssen damit keine Einbußen hinnehmen.

Rentenlücke bei Beamten

Trotz Pensionsansprüche gibt es auch bei Beamten häufig eine Versorgungslücke im Alter. Im Unterschied zur gesetzlichen Rentenversicherung, bei denen Arbeitnehmer oft nur einen Rentenanspruch von weniger als 50 Prozent erzielen, ist dieser allerdings geringer. Die private Altersvorsorge für Beamte deshalb günstiger.

  • Als Faustregel gilt, dass mindestens 80 Prozent des letzten Gehalts im Alter zur Verfügung stehen sollten, um allen finanziellen Verpflichtungen nachkommen zu können. Bei einem Rentenanspruch von 71,75 Prozent besteht damit eine Versorgungslücke zwischen 8-10 Prozent.

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Zudem muss beachtet werden, dass von der ausgezahlten Rente nach wie vor Beiträge für die Krankenversicherung sowie die Pflegeversicherung und ggf. Steuern gezahlt werden müssen. Je nach Einkommen entsteht so eine Rentenlücke von einigen hundert Euro pro Monat, die mit privater Vorsorge geschlossen werden kann.

Basis-Rente Rürup-Rente für Beamte Test

Eine Alternative für die Riester-Rente ist für Beamte auch die Rürup-Rente (siehe ausführlichen Rürup-Rente Test ), die häufig als Basis-Rente bezeichnet wird. Anspruch auf die staatliche Förderung hat bei diesem Angebot jeder Steuerzahler und damit auch Beamte.

Der große Vorteil der Rürup-Rentenversicherung ist, dass deutlich höhere Beträge steuerlich als Vorsorgeaufwendungen angesetzt werden können und damit ein größerer Steuervorteil möglich ist.

Im Jahr 2017 können 84 Prozent der Aufwendungen abgesetzt werden, dieser Anteil steigt bis zum Jahr 2025 um jährlich zwei Prozent.

  • Ab 2025 können dann 100 Prozent der Beiträge steuerlich geltend gemacht werden.
  • Für das Jahr 2017 bedeutet dies, dass Alleinstehende einen Höchstbetrag von 23.362 Euro ansetzen können, Verheiratete können bis zu 46.724 Euro absetzen.

Der steuerlichen Förderung während der Ansparphase steht allerdings eine Steuerpflicht in der Auszahlphase gegenüber. Dies muss bei der Rendite berücksichtigt werden. Ähnlich wie bei der Riester-Rente wird auch hier ein Kapitalstock angespart, der dann ab dem Eintritt ins Rentenalter als monatliche Zusatzrente ausgezahlt wird.

Tipp: Übersicht aller Testergebnisse aus dem Private Altersvorsorge Vergleich

Beste Rürup-Rente für Beamte im Test der Stiftung Warentest

Im Dezember 2016 hat die Stiftung Warentest (Finanztest) Angebote für die Rürup-Rente auch für Beamte untersucht, um Anlegern und Sparern die Möglichkeit zu geben, die unterschiedlichen Tarife zu vergleichen.

Überprüft wurde im Rürup-Rente Test zum einen der Anlageerfolg, zum anderen aber auch die Rentenzusage der jeweiligen Anbieter sowie deren Transparenz und Vertragsbedingungen.

Für eine bessere Vergleichbarkeit wurde ein 40-jähriger Modellkunde herangezogen, der über 27 Jahre hinweg jährlich 6.000 Euro einzahlt.

Testsieger Rürup-Rentenversicherung für Beamte

  1. Europa Versicherung mit Tarif „E-R1B“
  2. HanseMerkur mit Tarif „RB2015S“
  3. HUK24 mit Tarif „BRA24“
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Private Rentenversicherung oder Lebensversicherungen für Beamte

Zusätzlich zu den staatlich geförderten Angeboten zur Rentenvorsorge haben Beamte natürlich auch die Möglichkeit, auf private Renten- oder Lebensversicherungen sowie Fonds- und Banksparpläne zurückzugreifen.

Während Fonds- und Banksparpläne keine Versicherungsleistungen bieten, haben Renten- und Lebensversicherungen die Möglichkeit, einen zusätzlichen Versicherungsschutz zu vereinbaren.

Alle Testergebnisse zur RV unter Private Rentenversicherung Test

Neben einem Todesfallschutz für Hinterbliebene können Vertragsinhaber auf Wunsch auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung integrieren. Der Beitrag unterteilt sich dann in einen Risikobeitrag für die jeweilige Versicherung und einen Sparbeitrag, der abhängig von der gewählten Anlageform investiert wird. Zur Verfügung stehen:

  • verzinsliche Versicherungen mit einem Garantiezins von 0,9 Prozent
  • fondsgebundene Versicherungen mit höheren Ertragschancen

Für welche dieser beiden Anlagevarianten sich Beamte entscheiden ist sicher abhängig von der eigenen Anlagementalität. Sicherheitsorientierte Sparer werden sich eher für die verzinsliche Variante entscheiden, denn durch den Garantiezins steht bereits bei Vertragsabschluss fest, welcher Betrag im Alter mindestens ausgezahlt wird.

Alle Testergebnisse zur LV unter Lebensversicherung Test

Steuerliche Behandlung der RV und LV

Chancenorientierte Anleger hingegen werden voraussichtlich die fondsgebundene Variante wählen, denn durch die Anlage in Investmentfonds besteht die Chance, an den überdurchschnittlichen Erträgen des Kapitalmarkts teilzuhaben.

  • Zu beachten ist, dass Beamte die Beiträge für klassische Renten- und Lebensversicherungen nicht steuermindernd ansetzen können.
  • Während der Ansparphase jedoch werden keine Steuern auf die Kapitalanlage fällig.
  • Erst im Rentenalter erfolgt die Versteuerung, und zwar zum jeweiligen Ertragsanteil.

Besteht die Versicherung zudem mindestens zwölf Jahre und sind die Vertragsinhaber bei Auszahlung mindestens 60 Jahre, muss nur der hälftige Ertragsanteil versteuert werden. Bei Bank- und Fondssparplänen erfolgt die Versteuerung der Erträge bereits in der Ansparphase.

Auch Beamte sollten ihre Private Altersvorsorge vergleichen. Dabei hilft der aktuelle Altersvorsorge Test 2017 und der Vergleich von Stiftung Warentest mit den Empfehlungen. Jetzt Vergleich starten