Risikolebensversicherung fallende oder konstante Versicherungssumme sinnvoll

  • Fallende Risikolebensversicherung bezeichnet eine Sonderform der RLV mit fallender Versicherungssumme. Sie wird oft als Restschuldversicherung zur Kreditabsicherung abgeschlossen und soll mit der Tilgung sinkende Kredit- und Darlehensraten im Todesfall absichern. In gleichem Maße sinkt auch der zu zahlende Beitrag. Diese Art der Risikoleben dient nicht der finanziellen Absicherung der Nachkommen wie bei einer konstanten Risikolebensversicherung oder Lebensversicherung.
  • Linear fallende Risikolebensversicherung: hier sinkt die Versicherungssumme parallel zu den zu zahlenden Beiträgen um einen fest vereinbarten und gleichbleibenden Prozentsatz pro Monat oder Jahr. Um eine Unterfinanzierung zu vermeiden sollte die sinkende Versicherungssumme an die noch fälligen Raten der Restschuld angepasst werden.
  • Progressiv fallende Risikolebensversicherung: bei dieser Form der RLV sinkt die Versicherungssumme mit jedem Jahr stärker als die Restschuld aus einem Kredit oder einer Hypothek. Im Vergleich zur annuitätisch fallenden Versicherungssumme birgt diese Variante die Gefahr einer Unterfinanzierung im Todesfall.
  • Annuitätisch fallende Risikolebensversicherung:  hier sinkt die Versicherungssumme im gleichen Maße wie Raten eine Kredits, Darlehens oder einer Hypothek sinken. So sichern Sie exakt die Restschuld ab. Diese Form wird auch als degressiv fallende Risikolebensversicherung bezeichnet.

  • Sonderform verbundene Risikolebensversicherung mit fallender Versicherungssumme: Hierbei sichern sich Eheleute, Partner oder Geschäftspartner gegenseitig ab. Zwei Risikolebensversicherungen werden abgeschlossen, von denen lediglich eine zur Auszahlung kommt, wenn einer der Partner verstirbt.
  • Im Unterschied zur fallenden sichert die Risikolebensversicherung mit konstanter Versicherungssumme die Familie oder den Partner vor den finanziellen Folgen nach dem Ableben des Versorgers. Die Summe der Auszahlung im Todesfall ist über die gesamte Laufzeit gleichbleibend.
  • Die Vorteile einer Risikolebensversicherung mit fallender Versicherungssumme liegt in den günstigen Beiträgen, die Jahr für Jahr sinken, der erleichterten Kreditgewährung durch Banken und Finanzierer sowie der Absicherung von Geschäftspartnern oder Familienangehörigen vor Schulden.

Mit weit über 50 Anbietern und hunderten Tarifen ergeben sich deutliche Unterschiede in Preis und Leistung. Deshalb hat Stiftung Warentest die Tarife geprüft und einen Risikolebensversicherung Test veröffentlicht. Fordern Sie hier kostenlos und unverbindlich Ihren persönlichen Vergleich an und sparen Sie Kosten Jahr für Jahr.

Risikolebensversicherung fallende Versicherungssumme

Die fallende Risikolebensversicherung wird meistens für die Absicherung eines Kredits, Darlehens oder Hypothek abgeschlossen. Durch die abgeschlossene Versicherung wird der Kredit von der Bank leichter genehmigt. Monatlich bzw. jährlich müssen niedrigere Prämien bezahlt werden. Damit passt sich die Todesfallleistung dem noch restlichen Kreditbetrag (Restschuld) an und die Kosten sinken monatlich bzw. jährlich je nach Vereinbarung.

Sinkt die Absicherungssumme der Risikolebensversicherung schneller als die noch ausständige Summe des Kredits, kann am Ende der Laufzeit der fallenden Risikolebensversicherung eine Restschuld bestehen bleiben. Die Versorgungslücke bereitet möglicherweise Probleme, weshalb für Kredite und Hypotheken eine Risikolebensversicherung mit annuitätisch fallender Versicherungssumme zu empfehlen ist.

Wann ist eine fallende Risikolebensversicherung sinnvoll?

Eine fallende Risikolebensversicherung ist vor allem bei einem akuten finanziellen Bedarf sinnvoll. Die Versicherungssumme kann dabei in bestimmten Abständen, oder an die Kreditsumme gekoppelt, sinken. Dabei wird zwischen drei Arten von Risikoleben mit fallender Versicherungssumme unterschieden? Bei den Verträgen fallender Risikolebensversicherungen gibt es verschiedene Angebote:

1. Linear fallende Risikolebensversicherung

Bei Vertragsabschluss wird ein Prozentsatz vereinbart, um den sich die Summe der Risikolebensversicherung verringert. Jedes Jahr wird die Versicherungssumme geringer. Es sind kleinere monatliche Prämien zu bezahlen.

Kann ein Kredit aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten nicht kontinuierlich zurückgezahlt werden, übersteigt nach einiger Zeit die Kreditsumme die Versicherungssumme. Da die Restschuld langsamer absinkt als die Versicherungssumme, entsteht eine Unterversicherung. Mit dem Ende der Laufzeit der Versicherung ist noch ein Teil des Kredits offen, der zurückbezahlt werden muss.

2. Annuitätisch fallende Risikolebensversicherung

Die Versicherung ist direkt an einen Kredit gekoppelt. Kreditschuld und Versicherungssumme sinken jährlich um den gleichen Prozentsatz. Diese Vertragsform ist besonders für die Finanzierung eines Eigenheims geeignet.

3. Progressiv fallende Risikolebensversicherung

Der Betrag, um den die Versicherungssumme jährlich sinkt, wird bei dem Abschluss der Versicherung vereinbart. Jedes Jahr sinkt die Versicherungssumme um einen höheren Betrag. Eine direkte Verbindung mit der Restschuld eines Kredites ist bei dieser Versicherungsform nicht vorhanden.

Verbundene Risikolebensversicherung mit fallender Versicherungssumme

Diese Form der Risikolebensversicherung sichert zwei Partner, die einen Kredit zurückzahlen müssen, gemeinsam ab. Stirbt einer der Partner während der Rückzahlungszeit, wird der Kredit durch die Versicherungssumme vollständig abgedeckt. Der zweite Partner ist nicht mehr durch die Rückzahlungen belastet.

Diese Vertragsvariante ist nicht dazu geeignet, zusätzlich Familienmitglieder nach einem Todesfall abzusichern. Auch wenn in diesem Fall eine konstante Risikolebensversicherung vertraglich abgeschlossen wurde, sollte diese aus zwei getrennten Verträgen bestehen. Die Mehrkosten für die beiden Versicherungsverträge werden durch die bessere Absicherung der Familie ausgeglichen.

Kosten fallende Risikolebensversicherung im Vergleich zu konstante Versicherungssumme

Wie hoch die monatlichen Prämien ausfallen, richtet sich nach der Laufzeit der Versicherung und nach der Höhe des Finanzierungsbedarfs. Generell ist bei einer Risikolebensversicherung mit konstanter Versicherungssumme mit höheren Beiträgen zu rechnen, da die Versicherungssumme während der gesamten Laufzeit in gleicher Höhe bestehen bleibt.

Die Beiträge für eine Risikolebensversicherung mit fallender Versicherungssummer sinken jedes Jahr. Sind die Reduktionen nicht an den Kredit gekoppelt, können am Ende der Laufzeit durch die Versorgungslücke finanzielle Probleme auftreten. Die gewählte Form der Risikolebensversicherung muss also immer den individuellen Bedürfnissen des Versicherten angepasst werden.

Testsieger Risikolebensversicherung Vergleich Stiftung Warentest

Von der Stiftung Warentest wurden 2020 die Angebote für Risikolebensversicherungen von 37 Versicherungsunternehmen verglichen. Die Versicherungssumme wurde für den Test mit 250 000 Euro festgesetzt. Verglichen wurden die Basistarife und die Premiumtarife der Versicherungen.

Testsieger im Vergleich der Stiftung Warentest:

  • Basler
  • Europa
  • Hannoversche
  • InterRisk

Risikolebensversicherung Test IVFP mit „Sehr Gut“ bewertet:

  • Allianz
  • Bayern Versicherung
  • Öffentliche Lebensversicherung Berlin-Brandenburg

Bewertet wurden folgende Punkte:

  • Versicherungsunternehmen nach Service und Rating
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Service und Transparenz der Leistungen
  • Flexibilität bei Veränderungen des Versicherungsvertrags

Um die individuell am besten passende Risikolebensversicherung zu finden, sollten die Leistungen der einzelnen Versicherungsunternehmen verglichen werden. Ein einfacher Vergleich bei einem unabhängigen Versicherungsmakler ermöglicht es, die Versicherung mit den besten Leistungen und den günstigsten Prämien zu finden.

Konstante Risikolebensversicherung gleichbleibende Versicherungssumme

Im Falle des Todes sollten alle Familienmitglieder ausreichend finanziell abgesichert werden. Eine gute Möglichkeit zur Absicherung bietet eine Risikolebensversicherung. Die ausbezahlte Versicherungssumme soll ausreichen, um die Ausbildung von Kindern, die Absicherung von Darlehen und die finanzielle Existenz der engsten Familienmitglieder abzusichern. Abhängig davon, welche Absicherungen benötigt werden, kann eine konstante oder eine fallende Risikolebensversicherung abgeschlossen werden.

Eine konstante Risikolebensversicherung bietet einen konstanten und umfangreichen Schutz, der während der Laufzeit annähernd gleich bleibt. Flexible Anpassungen durch eine Erhöhung der Versicherungssumme sind bei den meisten Verträgen möglich. Bei dieser Form der Versicherung müssen höhere monatliche Beiträge bezahlt werden.

Wann ist eine konstante Risikolebensversicherung sinnvoll?

Da die Versicherungssumme sich während der Laufzeit nicht verändert, sollte auch der Finanzierungsbedarf im Ablebensfall annähernd konstant bleiben. Mit der konstanten Risikolebensversicherung wird im Todesfall nicht nur der Kredit, sondern auch die Existenz der Hinterbliebenen abgesichert.